Weltweite Krise

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Europäische Antworten auf die Krise

Monday, November 24th, 2008

Mittlerweile hat jeder verstanden: Die Weltwirtschaft steckt in einer Krise, die so tief ist, das sie selbst unsere grundlegendsten Gewissheiten über wirtschaftliche Zusammenhänge in Frage stellt. “Welche Rolle soll der Staat in der Wirtschaft in Zukunft spielen?”, lautet die allen Zweifeln gemeinsame Grundfrage.

Weltweit scheinen staatliche Eingriffe an Zustimmung und Berechtigung gewonnen zu haben, “der Staat ist zurück auf Bühne der Weltwirtschaft” sagt so mancher. Rettungsprogramme nicht nur für Banken, sondern für die gesamte Wirtschaft werden ins Leben gerufen. Was also tut die EU, einer der weltweit stimmgewaltigsten Fürsprecher freier Märkte, in einer solchen Situation?

Natürlich steht Europas oberste Behörde nicht tatenlos am Rande, wenn die Wagen der nationalen Konjunkturfeuerwehren vorbeirauschen, um die Brandherde zu löschen. Vielmehr lautet das neue Motto: Das Löschen muss europaweit koordiniert werden! Ein ca. 130 Mrd. € schwerere Konjunkturplan muss her. Doch was ist von einem solchen Ansatz zu halten?

Bei aller angebrachten Skepsis muss gesagt werden: In einem so eng verzahnten Verbund wie der EU macht es keinen Sinn, alles gemeinsam anzugehen, außer den drängendsten Problemen. Denn der Funkenflug macht an Grenzen nun mal nicht halt. Wenn jeder Staat allein handelt, ermutigt er andere, die Erfolge der einen einfach zu ernten und nicht aktiv zu werden. Wenn jeder Staat allein handelt, schafft man zig verschiedene Strukturen auf dem einen europäischen Markt und schafft unfaire Bedingungen. Wenn jeder Staat allein handelt, werden die bisherigen Erfolge der Zusammenarbeit untergraben.

Und eben diese Kooperation ist einmal mehr gefragt. Sie erst hat uns die Erfolge beschert, die jetzt auf dem Spiel stehen. Und eben sie ist einmal mehr gefragt. Darum macht ein EU-weiter Ansatz Sinn.

Bildmaterial: Copyright PIXELIO, Rainer Sturm